Ehemals:
Berggasthaus "Zum Auerhahn"
Inh.: Irene und Ernst Langenstraßen
Auerhahn 2, 38644 Goslar
Tel.: .0 53 25 / 23 69
 
 
 
               
 
     
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Von 1675 bis heute

Auf der markanten Passhöhe an der Bundesstraße B 241 in 637m über NN gelegen, ist das ehemalige Berggasthaus "Zum Auerhahn" mit Sicherheit eines der ältesten Gasthäuser des Harzes: es blickt auf ein über 325jähriges Bestehen zurück!

Vielen Harzbesuchern, die heute die Strecke zwischen Goslar und Clausthal-Zellerfeld befahren, ist nicht bewusst, dass sich in der Nähe die "Alte Harzstraße" befindet, die schon seit dem Mittelalter die Harzberge zwischen Goslar und Osterode quert. Als der Harz noch von Kutschen und Fuhrwerken erklommen wurde, stellte der Sattel zwischen Schalke und Bocksberg noch eine richtige Passhöhe dar, an der es Zeit war, eine Verschnaufpause für Kutscher und Rösser einzulegen. Zunächst wurde an dieser Stelle allerdings ein "fürstliches Ablager", d. h. ein Jagdhaus, errichtet. So jedenfalls lautete der Auftrag, den Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel seinem "Grenz- und Wildschützen" Kurt Greene im Jahre 1675 erteilte. Damals gehörte das Recht auf Jagd und Fischerei in der Goslarer Stadtforst noch dem Braunschweiger Herzog. Denn Goslar hatte 1552 im Riechenberger Vertrag dieses Recht abtreten müssen.

Noch 1816 heißt es in einer Beschreibung der Goslarer Stadtforst: "Die Jagd ist braunschweigisch und wird von dem Grenzschützen zum Auerhahn beschossen". Erst 1848 wurde das braunschweigische Jagdregal (Jagdrecht) in der Goslarer Stadtforst aufgehoben und an die Stadt Goslar zurückgegeben.

 
Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel

Der Grenz- und Wildschütz Kurt Greene erbaute also auf dem 637m hoch gelegenen Sattel an der alten Harzchaussee das Jagdhaus, das seinen "Markennamen" sicher nicht von ungefähr erhielt. Gern nämlich weilte Herzog Rudolf August im Oberharz zur Jagd, besonders aber in der Zeit der Auerhahnbalz.

Das für damalige Zeit stattliche Haus erhielt große Räume für den Herzog und sein Gefolge und eine Wohnung für den herzoglichen Förster. Stallungen für die Pferde des Herzogs und für das Vieh des Försters umgaben das Anwesen. Nachdem der Oberharzer Bergbau am Ende des 17. Jahrhunderts einen starken Aufschwung genommen hatte und die neuen Gruben des Bockswieser Gangzuges gute Erträge lieferten, entwickelte sich ein stärkerer Verkehr auf der Alten Harzstraße. Herzog Rudolf August war seinem Grenz- und Wildschützen wohlgesonnen: er erteilte seinem Bediensteten, der wohl auch ein gutes Geschäft witterte, eine Konzession für das Herbergswesen mit Braugerechtsame und Bierausschank. "Auerhahnkrug" wurde die Gaststätte zunächst benannt. In ihr machte auch die "Reitende Post" Station, die 1684 vom Landdrost in Osterode eingerichtet wurde. Schon 1705 war die Alte Harzstraße so verbessert, dass zweimal in der Woche eine fahrende Post über den "Auerhahn" verkehren konnte.

Ab 1838 schließlich gab es sogar schon eine tägliche Fahrpost vom Oberharz nach Goslar, die 1883 nach dem Bau der Oberharzbahn durch das Innerstetal eingestellt wurde. Inzwischen war 1844 bis 1848 die neue Harzstraße erbaut worden. Die starken Steigungen wurden durch das Anlegen großer Schleifen zwar vermindert, aber auch die neue Straße führte direkt am "Auerhahn" vorbei. Der erste Krugwirt auf dem "Auerhahn", Kurt Greene, starb 1689. Seine Nachkommen führten das Amt des Jagdwart und die Bewirtschaftung des Kruges weiter. Die Stadt Goslar war anschließend Eigentümer, bis im Jahre 1897 der "Auerhahnkrug" in den Besitz der Familie Langenstraßen überging, die die Gaststätte seitdem weiterführte.

 
Berggasthaus "Zum Auerhahn" um 1890
 

Schon in den Anfangsjahren des aufstrebenden Kurortes Hahnenklee erkannte man dort den "Auerhahn" als lohnendes Ausflugsziel und legte mit viel privater Initiative einen bequemen Wanderweg (jetzt Oberer Auerhahnweg) an. Heute führen bequeme (und auch "rustikale"!) Wanderwege in alle Himmelsrichtungen. In früherer Zeit, als der Tourismus noch nicht die heutigen Formen angenommen hatte, betrieb man oft neben der Gastronomie noch eine bescheidene Landwirtschaft. So wurden auch auf dem "Auerhahn" Harzkühe, Schweine, Hühner und ein Pferd gehalten. Die umliegenden Bergwiesen stammen noch aus dieser Zeit. Die Milch wurde im Hause u. a. auch zum bekannten Harzkäse verarbeitet. Das Fleisch geschlachteter Kälber trug zur Bereicherung des Angebotes auf der Speisekarte bei. Der damalige Wirt, Otto Langenstraßen, ist noch vielen älteren Einheimischen ein Begriff, besonders wegen einiger ihm zugeschriebener Anekdoten. So erzählt man sich, dass er es meisterlich verstand, in der Zeit der herbstlichen Hirschbrunft der Schrei der Hirsche mit Hilfe einer Gießkanne getreu nachzuahmen, um den Besuchern der Gaststätte diesen Hauptreiz des Herbstes in der Oberharzer Wäldern ersatzweise zu vermitteln.

In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs verlegte die Technische Hochschule Braunschweig eine Versuchsstation für kriegstechnische Zwecke in die Räume des "Auerhahns". Bei Kriegsende erlebte das alte Berggasthaus die Kämpfe der vorrückenden Amerikaner gegen einige SS-Formationen, die versuchten, sich in der Gegend festzusetzen. Durch Sprengungen von Munitionsbeständen erlitt das Gebäude schließlich doch noch erheblichen Schaden. Zunächst von der amerikanischen Militärpolizei beschlagnahmt, wurde der "Auerhahn" im September 1945 an den damaligen Besitzer Ernst Langenstraßen sen. zurückgegeben. Seitdem wurde das Berggasthaus wieder zum beliebten Ausflugsziel . Es wurde täglich von vielen Wanderern und Spaziergängern aufgesucht, die aus Hahnenklee, aber auch aus Goslar und aus Schulenberg kamen. Der Hauptstrom der Gäste aber wurde bestimmt vom Reiseverkehr und Tourismus im Harz. Über viele Jahre war im Berggasthaus "Zum Auerhahn" eine Poststelle der Deutschen Bundespost eingerichtet, die erst im Jahre 1971 stillgelegt wurde. Noch heute fragen Sammler nach dem bis dahin verwendeten amtlichen Stempel mit dem Auerhahn.

 
Berggasthaus "Zum Auerhahn" mit Auerhahnteich um 1980
 

Bis zum 28. Februar 2013 wurde das Berggasthaus "Zum Auerhahn" von Irene und Ernst Langenstraßen geführt.

Die Gastronomietradition ging am 1. März 2013 zu Ende.

Aus Altersgründen wurde der Betrieb eingestellt.

 

 

 

 

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